Tomahawksteak vom Grillkamin

Das Tomahawksteak – ein Steak für echte Kerle.

Im Grunde ist das Tomahawk nichts anderes als ein Rib-Eye Steak am Knochen. Der Unterschied ist, dass der Knochen bei diesem Schnitt nicht gekürzt wird. Das verleiht dem Steak das Aussehen einer Tomahawk Axt – daher dieser Name. Aber nicht nur das archaische Aussehen macht es zu einem echten Männersteak, das Fleischstück beim Tomahawk ist meist deutlicher dicker geschnitten (um die 5 cm) als beim üblichen Steak zuschnitt.

Wenn man Gäste hat, ist das Tomahawk Steak immer ein Highlight, es macht eben was her auf dem Grill und beim Auftischen, aber die Optik bezahlt man eben auch mit. Ich gönne mir das Steak nur ab und zu, wenn es in der Metro im Angebot ist. Dann gibt es das Dry Aged Steak für 23€ / kg.

Das hier gezeigte Steak hatte ein Gewicht von ca. 1,3 kg. Dabei macht der Knochen ca. 400 g aus.

Aufgrund der Dicke sollte das Steak ca. 2 Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es etwas Raumtemperatur annehmen kann. Dabei wird es mit Olivenöl eingerieben und mit Meersalz bestreut. So kann sich das Salz im Öl auflösen und bildet beim Grillen eine schöne Kruste.

Das Tomahawk habe ich diesmal genutzt, um eine Grillmethode zu testen, die man nicht im Weber Kochbuch findet: Das Grillen auf dem Anzündkamin. Dazu wird der AZK zu 2/3 mit Briketts gefüllt und durchgeglüht, bis alle Briketts mit einer weißen Schicht überzogen sind. Das Sear Grate wird direkt auf den Kamin gelegt und muss ein paar Minuten die Hitze annehmen.

 

Der Vorteil dieser Methode: Man erreicht durch den Kamineffekt eine enorme Hitze, die schon fast an den Beefer rankommt. 

Dadurch bekommt man eine tolle Kruste.

Das Steak wird 1,5 Minuten von jeder Seite auf dem AZK gegrillt. 

Aufgrund der Dicke muss das Steak dann noch ca. eine Stunde auf dem Grill in indirekter Hitze weiter ziehen. Der Grill wird dazu in zwei Zonen aufgeteilt. Damit der Grill nicht zu heiß wird, sollte nicht der komplette Inhalt des AKZs in den Grill gegeben werden. Die restlichen Weber Briketts können mit Wasser gelöscht und beim nächsten Mal wiederverwendet werden. 

Als Beilage habe ich Kartoffeln mit Öl und Rosmarinsalz in einer Auflaufform gemacht. Die Kartoffeln können dann mit dem Steak im Grill garen.

Bei 52 Grad Kerntemperatur wird das Tomahawk Steak vom Grill genommen. Um dem Steak noch ein leichtes Aroma zu verleihen, lege ich ein paar Zweige Rosmarin auf das Steak, gebe etwas Olivenöl drüber und decke es mit Alufolie ab. Die Rosmarinzweige sollte man mehrfach brechen, denn so entfaltet sich das Aroma erst richtig.

Nach ca. 15 Minuten erneut für 1 Minute je Seite direkt grillen. Vor dem Anschneiden sollte man das Steak noch für 1 Minute ruhen lassen, damit sich der Saft im Fleisch verteilen kann.

Das Ergebnis war sowohl optisch, als auch geschmacklich ein Highlight.

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