Pulled Pork mit Minionring

Der Minionring ist eine klasse Möglichkeit um die Temperatur für einen Longjob über längere Zeit konstant zu halten. Die Kohle wird dabei in einem Ring gelegt und entzündet sich im Dominoeffekt nach und nach selbst. Die Greek Fire Briketts sind dazu bestens geeignet, da sie mit ihrer Röhrenform schon selbst von vorne nach hinten durchglühen. Wichtig ist es, dass sich die Briketts etwas überlappen. Dadurch schafft man etwas mehr Sicherheit bei der Entzündung der nächsten Reihe.

Auf dem Minionring werden die Räucherholzchips verteilt, damit diese auch nach und nach den Rauch abgeben. Mit dem Anzündkamin wird die Kohle vorgeheizt und an den Anfang des Rings gelegt. Ich lege den Ring übrigens immer um eine Wasserschale, die zur Regulierung der Temperatur dient.

An dieser Stelle möchte ich aber auch den Nachteil dieser Methode nicht verschweigen: Die Kohle nimmt viel Raum in Anspruch und es bleibt „nur noch“ die Mitte über der Wasserschale für das Fleisch übrig. Bei zwei Stücken Pulled Pork muss dadurch mit einem extra Rost gestapelt werden. Wenn man es klassisch mit einem Kohlekorb macht, passen auch locker 2 Schweinenacken nebeneinander auf den Rost. Dafür muss man dann eben jede Stunde 2-3 Stücke Kohle nachlegen.

Außerdem muss man ca. mit einer Stunde rechnen, bis der Minionring aufgebaut und die Temperatur eingeregelt ist.

Da der Winter vor der Tür steht und man nie genug Pulled Pork auf Vorrat haben kann, habe ich in der Metro 2 Schweinenacken á 3 kg geholt. Diese wurden am Vorabend mariniert und mit einem selbsgemachten Rub eingerieben.

Für den Rub wurden folgende Zutaten im Thermomix gemahlen und vermischt:

  • 7 EL Rohrzucker
  • 3 EL Paprika mild
  • 1 EL Paprika scharf
  • 1 EL schwarzes Hawaii Salz
  • 4 EL grobes Meersalz
  • 2 EL gratinierter Knoblauch
  • 1 EL Cumin (Kreuzkümmel)
  • 1/2 EL Curry
  • 1 EL Urwald-Pfeffer

Wie bereits erwähnt, müssen die Nacken aufgrund des Minionsrings gestapelt werden, damit nicht ein Stück über direkter Hitze liegt, wenn die Glut später im Ring wandert. Dazu habe ich einfach vier kleine Souffletförmchen und das Gitter der großen Ikea Koncis Schale verwendet.

Nach vier Stunden wurden beide Stücke mit einer selbstgemachten BBQ Sauce eingepinselt. Dafür habe ich mein neues Weber Marinadenglas benutzt. Das ist einfach praktisch, da der Pinsel direkt in den Deckel integriert ist und man es leicht wieder verschließen kann. Besonders im Sommer ist das von Vorteil, da so keine Insekten in die Marinade fliegen können.

Nach 5 Stunden hatten beide Stücke eine Kerntemperatur von 74 Grad erreicht. Ab da beginnt die sogenannte Plateauphase. Bis dahin ist die Kerntemperatur gleichmäßig angestiegen. Nun hat sie einen Punkt erreicht, von dem an die Temperatur nur sehr langsam ansteigt.

Überbrücken lässt sich die Phase, indem man das Fleisch in Alufolie einwickelt. Somit gart es durch die eigene Temperatur deutlich schneller weiter. Zum Vergleich habe ich nur ein Stück eingewickelt.

Der Nacken mit Alufolie hatte nach nur 2 Stunden in Alufolie bereits eine Kerntemperatur von 95 Grad erreicht und was somit nach nur insgesamt 7 Stunden bereits fertig. Nacken 2 hatte nach den zwei Stunden erst 76 Grad erreicht, die Temperatur ist also gerade mal um zwei Grad gestiegen. Das zweite Stück war erst nach insgesamt 12 Stunden bei einer KT von 95 Grad angelangt.

Geschmacklich konnte ich keinen großen Unterschied feststellen. Das Stück ohne Alufolie hatte eine etwas dunklere Kruste. Zweifelsohne ist es auch die gesündere Variante. Aluminium geht immer in kleinsten Teilen in die Lebensmittel, Wärme verstärkt diesen Effekt noch.

Am besten schmeckt das Pulled Pork in selbst gemachten Buns. Dabei ist es wichtig Mehl vom Typ 550 zu verwenden, damit die Brötchen richtig aufgehen und locker werden.

Am Ende blieb vom ersten Stück nicht mehr viel übrig. Der Rest wurde gepulled vakuumiert und eingefroren.

Erwärmt wird es dann einfach im Topf mit etwas Barbecuesauce, dadurch wird es dann wieder sehr saftig und schmeckt fast so lecker wie frisch gemacht.

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